bern nordost

Um den Nord­osten von Bern in Zukunft mit mög­lichst viel klima­freund­licher Wärme ver­sorgen zu können, prüft Energie Wasser Bern die Kombi­nation verschie­dener erneuer­barer Wärme­quellen. Erste Wärme soll frühestens ab Ende 2031 fliessen. 

Fernwärmeausbau Bern Nordost

Versorgungsperimeter Bern Nordost, in welchem Energie Wasser Bern eine Fernwärmeversorgung prüft (Planungsstand März 2026).

Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energiequellen

Im Westen Berns stammt die klima­­freund­liche Wärme gegen­wärtig haupt­­sächlich aus der Kehricht­­verwer­tung in der Energie­zentrale Forst­haus. Im Nord­osten der Stadt muss hin­gegen zuerst eine Wärme­­produktions­­infra­struktur aufge­baut werden. Energie Wasser Bern prüft dazu eine Kombi­nation klima­freund­licher Energie­quellen. Hauptpfeiler ist die Nutzung von Umweltwärme aus der Aare. Zur Sicher­stellung der Kapazität und der Versorgungs­sicherheit prüft ewb zudem auf dem Areal des Unterwerks Wankdorf und an weiteren potenziellen Standorten den Bau zusätzlicher Energie­zentralen, um aus erneuerbaren Energie­quellen Fernwärme zu produzieren. Geprüft wird auch der Bau von saisonalen Wärme­speichern, u.a. im Gebiet der Allmenden, im Rahmen des Projekts «Neuordnung Allmenden» der Stadt.
 

 
260310_bern_nordost_mit_energiezentralen.svg

Zielnetz und Produktionsanlagen Bern Nordost (Planungsstand März 2026). Voraussetzung für die Realisierung und Erschliessung der jeweiligen Gebiete ist die Nachfrage der Liegenschaftseigentümer:innen sowie die technische Machbarkeit und Finanzierbarkeit.

 
 

Umsetzung hängt von Interesse der Eigentümer:innen ab

Der Versorgungsperimeter des Fernwärmenetzes basiert auf der Nachfrage der Kund:innen sowie der technischen Machbarkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Finanzierbarkeit der Netzanschlüsse. Der Entscheid über eine Umsetzung des Projekts hängt somit davon ab, wie viele Liegenschaften an das Fernwärmenetz angeschlossen werden können. Dazu klärt ewb aktuell das grundsätzliche Interesse der Liegenschaftseigentümer:innen im Nordosten Berns an einem Fernwärmeanschluss und führt dazu unter anderem Informationsveranstaltungen durch. Die Rückmeldungen der potenziellen Kund:innen werden unter anderem für den Entscheid verwendet, ob ein bestimmtes Gebiet innerhalb des Perimeters ans geplante Fernwärmenetz angeschlossen werden soll.

Interessiert?

Besitzen Sie eine Liegenschaft im Nordosten Berns? Dann können Sie unter dem nachfolgenden Link ein Richtpreisangebot für eine Fernwärmelieferung anfragen und unverbindlich Ihr Interesse an dieser nachhaltigen Heizlösung anmelden.


Damit wir Ihr Richtpreisangebot erstellen können, benötigen wir spezifische Angaben zur aktuellen Heizlösung Ihrer Liegenschaft, dem Energieverbrauch der letzten drei Jahre und dem gewünschten Zeitpunkt der Wärmlieferung. Für das Ausfüllen der Angebotsanfrage sollten Sie etwa 10 Minuten einplanen.

Wärmebezug frühestens ab Ende 2031 möglich

Die Arbeiten für den Bau des Fernwärmenetzes im Nordosten Berns starten gemäss aktueller Planung voraussichtlich 2029 und werden rund 15 Jahre dauern. Das Fernwärmenetz wird etappenweise gebaut. Gestartet wird mit jenen Teilgebieten, die in der Nähe der geplanten Energiezentralen liegen, so dass voraussichtlich ab Ende 2031 erste Liegenschaften mit klimafreundlicher Wärme versorgt werden können.

 
260224_bern_nordost_teilgebiete.svg

Etappierung und Realisierungszeiträume (Planungsstand März 2026).

 

Wie im Westen von Bern wird ewb parallel zum Fernwärmeausbau die Werkleitungen sanieren. Die Stadt plant zudem, die Bauarbeiten von ewb zu nutzen, um gleichzeitig die Strassenräume aufzuwerten und notwendige Arbeiten an der städtischen Infrastruktur zum Beispiel im Abwasserbereich zu realisieren. Dazu werden ewb und Stadt eine gemeinsame Projektorganisation einsetzen.

 

Einsparung von über 30'000 Tonnen CO2 pro Jahr

Eine erste grobe Einschätzung zeigt, dass sich mit dem neuen Wärmenetz im Nordosten Berns und der Nutzung von Wärme aus der Aare und weiteren erneuerbaren Quellen jährlich über 30’000 Tonnen CO2 einsparen liessen.