Energiezentrale Aare

Um den Nord­osten von Bern in Zukunft mit mög­lichst viel klima­freund­licher Wärme ver­sorgen zu können, prüft Energie Wasser Bern die Kombi­nation verschie­dener erneuer­barer Wärme­quellen. Die beiden Energie­zentralen Aare Enge­halde und Wyler sollen Wärme aus der Aare nutzen.

Fassungsbauwerk in der Engehalde

Für die Versor­gung des im Nord­osten Berns geplanten Wärme­­netzes plant Energie Wasser Bern, die Aare als erneuer­bare Wärme­quelle zu nutzen. Dazu soll am west­lichen Aare­ufer in der Enge­halde ein Fassungs­bau­werk Aare­wasser in eine beste­hende Kaverne von ewb leiten.

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Energiezentralen Aare Engehalde und Aare Wyler

Über einen Wärme­tauscher in einer bestehenden Kaverne von Energie Wasser Bern in der Engehalde wird dem Wasser Wärme ent­zogen und über einen getrenn­ten Kreis­­lauf zu den beiden Energie­zentralen Aare Engehalde und Aare Wyler west­lich bzw. öst­lich der Aare geleitet. Dort erzeugen Wärme­­pumpen das Tempe­ratur­­niveau, das zum Beheizen der Liegen­schaften in den benach­barten Quartieren benötigt wird. Der genaue Stand­ort der Energie­zentrale Aare Wyler ist gegen­wärtig noch offen.

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Konzession für Nutzung des Aarewassers: Kanton gibt grünes Licht

Für den Bau des Fassungsbauwerks und für die Entnahme bzw. Rückgabe des Wassers aus der Aare hat ewb Ende Dezember 2024 beim Amt für Wasser und Abfall (AWA) des Kantons Bern ein Konzessionsgesuch eingereicht. Im Oktober 2025 hat der Regierungsrat eine Nutzung des Aarewassers für 40 Jahre sowie die Baubewilligung für das Erstellen einer Wassernutzungsanlage genehmigt und den entsprechenden Gesamtentscheid zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Dieser hat die Konzession und die Baubewilligung am 4. März 2026 erteilt. Damit hat ewb grünes Licht für die weitere Projektierung der Energiezentralen Aare und für den Bau der dazu benötigten Wasserfassung.

 

Keine spürbaren Auswirkungen auf Flora und Fauna

Die Erteilung der Baubewilligung, für welche ewb unter anderem diverse umwelttechnische Untersuchungen durchführen musste, unterstreicht, dass die Nutzung lokaler Energie aus der Aare unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und ohne spürbare Auswirkungen auf Flora und Fauna möglich ist. Die Bauarbeiten für das Fassungsbauwerk und die Energiezentralen starten gemäss aktueller Planung ab 2027, so dass ab Ende 2031 – abgestimmt auf den Terminplan des Netzausbaus – erste Liegenschaften mit klimafreundlicher und lokal produzierter Wärme aus der Aare versorgt werden können.