Energieproduktion
Energiespeicher Ausserholligen
Energie Wasser Bern funktioniert die ehemaligen Öltanks neben dem Autobahnviadukt zu einem Energiespeicher um. Dieser kann überschüssige Fernwärme für mehrere Tage oder Wochen zwischenspeichern und bei hohem Bedarf wieder ins Fernwärmenetz zurückspeisen.
Speicher sind Schlüsselelement der Energiewende
Strom und Wärme fallen nicht immer dann an, wenn sie am dringendsten gebraucht werden. Viele Industriebetriebe, Rechenzentren oder Kehrichtverwertungsanlagen geben konstant Wärme ab. Speicher bieten die Möglichkeit, überschüssige Wärme aufzunehmen und bei Bedarf wieder ans Netz zurückzugeben. Damit stärken sie die Versorgungssicherheit mit lokal produzierter Wärme.

Ehemalige Öltanks werden umfunktioniert
Im Westen von Bern stammt die Fernwärme hauptsächlich aus der Kehrichtverwertung der Energiezentrale Forsthaus. Um bei hoher Nachfrage weniger fossile Energie als Reserve einsetzen zu müssen, schenkt Energie Wasser Bern den ehemaligen Öltanks neben dem Autobahnviadukt ein zweites Leben: Sie werden zu einem Speicher umfunktioniert, der für mehrere Tage oder Wochen Wärme aus der Kehrichtverwertung zwischenspeichern kann. Tanks voll mit klimafreundlicher Fernwärme statt fossiler Brennstoffe – ein symbolträchtiger Transformationsprozess.
Einsparpotenzial von 1000 Tonnen CO2 pro Jahr
Der Energiespeicher funktioniert im Prinzip wie eine grosse Thermosflasche. Die Tanks werden gereinigt, mit Wasser gefüllt und mit dem Fernwärmenetz verbunden. Sie fassen zusammen ungefähr 20 Millionen Liter Wasser. Mit einer vollständigen Entladung könnten rund 2000 bis 3000 Haushalte einen kalten Wintertag lang beheizt werden. Erste grobe Schätzungen zeigen, dass mit dem Energiespeicher Ausserholligen rund 1000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden können. Mit dem Projekt leistet Energie Wasser Bern einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der klimapolitischen Ziele der Stadt Bern.
Inbetriebnahme Mitte 2029 geplant
Die Einreichung des Baugesuchs für den Energiespeicher Ausserholligen ist für Herbst 2026 vorgesehen. Gemäss aktuellem Zeitplan starten die Bauarbeiten Ende 2027, so dass der Energiespeicher Mitte 2029 seinen Betrieb aufnehmen kann.